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Tollwut Die Tollwut ist eine tödlich verlaufende Viruserkrankung, die eine große Anzahl an Tieren (nicht nur Säugetiere sondern auch Vögel, Fledermäuse etc.) und auch den Menschen befallen kann und nach Ausbruch stets tödlich verläuft. Die Infektionskette geht vom Fuchs aus, der anderes Wild und Haustiere ansteckt. Tollwütige Tiere können auch den Menschen infizieren. Das Tollwut-Virus gehört zu der Gruppe der so genannten Rhabdo-Viren. Die Infektion erfolgt durch virushaltigen Speichel, der bei einem Biss oder einer Hautabschürfung durch die verletzte Haut in den Körper des Opfers gelangt. An der Infektionsstelle vermehren sich die Viren erst in den Muskelzellen, dann wandern sie über die Nerven in das Gehirn, wo sich eine weitere Vermehrungsphase anschließt. Von dort aus gelangen sie in die Speicheldrüsen, in die Bauchspeicheldrüse und die Haarbalgdrüsen, wo sie sich wiederum vermehren und mit dem Sekret (Speichel, Verdauungssekret, Schweiss) abgegeben werden. Inkubationszeit: durchschnittlich 30 bis 90 Tage (kann in Einzelfällen erheblich schwanken!) Die Dauer der Inkubationszeit hängt stark von der Virusmenge und der Entfernung der Eintrittswunde vom Gehirn ab. Bei Kopfwunden ist mit kürzerer Inkubationszeit zu rechnen als z. B. bei Verletzungen an den Gliedmaßen. Krankheitsverlauf beim Menschen: Es werden drei Stadien der Infektion unterschieden:
1) Prodromalstadium: Krankheitsverlauf beim Tier: Ähnlich dem Krankheitsverlauf des Menschen können sich verändertes Verhalten, Unruhe, Scheu, Speichelfluss, heiseres Bellen, Beißwut, zunehmende Lähmung und final der Tod zeigen. Häufig ist das Krankheitsbild aber auch von der so genannten "Stillen Wut" geprägt. Dabei fehlt in der Regel der Angriffstrieb. Die Tiere sitzen teilnahmslos, mit traurigem Blick herum, verkriechen sich und verenden ebenfalls unter fortschreitenden Lähmungserscheinungen. Oft ist das Krankheitsbild verwirrend. Diagnose beim Menschen: Die Diagnose erfolgt beim Menschen durch den direkten mikroskopischen Nachweis von Virus im Speichel oder in den Haarfollikeln. Diagnose beim Tier: Generell nur post mortem, d. h. nach dem Tod des Tieres wird das Gehrin entnommen und der Virusnachweis erbracht. Therapie beim Menschen: Die Therapie mit Tollwut-Hyperimmunserum muss möglichst sofort nach Kontakt mit tollwutverdächtigen Menschen oder Tieren begonnen werden. Nach Ausbruch der Krankheit wirkt keine Therapie mehr, der Tod folgt unausweichlich! Therapie beim Tier: Eine Behandlung tollwutverdächtiger Tiere ist in Deutschland verboten! An Tollwut erkrankte Tiere müssen getötet werden. Für Hunde und Katzen gilt dies bereits, wenn sie mit wutkranken oder seuchenverdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind. Wenn der Hund oder die Katze nachweislich schutzgeimpft ist, besteht für ihn keine Tötungspflicht. In der Regel werden die Tiere auf Anordnung des Amtstierarztes nur nachgeimpft und eine gewisse Zeit unter Beobachtung gestellt. Die Schutzimpfung ist gültig, wenn sie mindestens vier Wochen und längstens ein Jahr zurückliegt und ein gültiger Impfpass für das Tier vorgezeigt werden kann. Prophylaxe beim Menschen: Es existiert eine Impfung gegen die Tollwut. Diese Impfung ist sicher angezeigt bei Personen, die beruflich oder auch auf dem Wege des Tourismus Asien häufig aufsuchen, denn dort ist die Tollwut weit verbreitet. In Deutschland ist das Risiko einer Impfreaktion des Menschen um ein Vielfaches höher, als eine Infektion. Der Impfstoff wird in drei Injektionen verabreicht, eine Auffrischimpfung sollte ein Jahr später erfolgen.
Prophylaxe beim Haustier: Auch für
unsere Haustiere existierte eine Impfung. Die Impfung ist teils aus
formellen Gründen erforderlich (Reiseverkehr, Tierpension) und wird auch
in Deutschland zur Vorbeugung gegen eine Infektion mit Tollwut
eingesetzt. Bitte beachten Sie den folgenden Link im Zusammenhang mit dem Thema "Haustier-Impfungen"! Wir möchten Ihnen anhand verschiedener Informationsquellen die Gelegenheit geben, den richtigen Weg im Umgang mit der Vielzahl an unterschiedlichen Impfungen, die für unsere Haustiere erhältlich sind, für sich und Ihr Haustier zu finden (klicken Sie auf den folgenden Schriftzug)! Copyright © 2001-2006 M. Metz |
