Team Zukunft

Claudia und Jürgen Grevenstein mit Osita, Joy, Negra und Negrita

Wie alles begann………

Im Februar 2002 starb unsere erste Hündin, die wir seinerzeit aus dem Tierheim hatten. Schon immer hatte ich ihr versprochen, dass nach ihr wieder ein Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause bekommen würde. Als der Tag kam, wo wir Abschied nehmen mussten, hat man uns ein Stück von uns selbst genommen.

Aber ich wollte mein Versprechen einhalten, denn irgendeinen Nutzen musste dieser Tod doch haben. Also fingen wir an nach einem neuen Hund zu suchen. Wir merkten schnell, dass wir wohl immer wieder bei den schwarzen Hunden hängen blieben, da unsere Ninja auch schwarz war. Und weil ich meinen Kollegen einen Podenco zeigen wollte, ging ich auf die Seite Tiere suchen ein Zuhause und meine Kolleginnen und ich trauten unseren Augen nicht.

Da war sie, eine Hündin, die genau so aussah wie unsere verstorbene Hündin. Der Griff zum Telefon und los ging es. Die Hündin saß in Spanien in einem Tierheim und wir wollten ihr eine Chance geben. 3 Wochen später war sie da und das eigentlich Unmögliche war passiert. Sie war genau so lieb, so anhänglich und schön, wie unsere Ninja es auch war. Es war einfach perfekt. Sie verstand sich auch mit unserer zweiten Hündin und unser Glück war wieder auf dem Weg nach oben.

Aber da war irgendetwas passiert. Es gingen uns all’ die Hunde auf den Seiten nicht mehr aus dem Kopf. Immer und immer wieder schauten wir ins Internet und sahen immer noch die gleichen Bilder der Hunde, die doch nun schon so lange dort standen. Aber es ging ja auch nicht, zwei Hunde waren genug dachten wir.

Und eines Tages war es passiert. Mein Mann kommt im August 2002 von der Arbeit und erzählt mir, er habe in einem Tierheim angerufen und dort nach einer Hündin gefragt, die total abgemagert, krank und menschenscheu ist. Natürlich war auch diese Hündin schwarz. Mit der sicheren Meinung, dass niemand diesen kaputten Hund jemals nehmen würden, machten wir uns 300 km auf den Weg, um uns diese Hündin anzusehen. Aber eigentlich brauchten wir ja gar keinen dritten Hund. Aber was soll ich sagen…..natürlich haben wir diesen Hund gleich mit nach Hause genommen und waren stolzer Dritthundbesitzer.

Damit ging es erst richtig los. Mit dem Wissen, dass wir unmöglich weitere Hunde aufnehmen konnten, beschlossen wir der Organisation zu helfen, die Joy das Leben gerettet hatte. So fingen wir an als Ansprechpartner und haben unsere ersten Hunde vermittelt. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre haben wir beschlossen, mit besonderen Menschen, die unseren Weg zum Teil von Anfang an begleitet haben, einen neuen Weg zu gehen.

Zwischenzeitlich sind wir stolze Besitzer von vier spanischen Hunden und immer wieder begleitet uns dabei auch ein Pflegehund. Die Geschichte unserer Joy und der anderen Hunde finden sie hier.

 

Annelie Brabender mit Wendy

.....Tieren helfen

 

Eine Vorliebe für Tiere hatte ich schon als Kind. So lag es dann auch nahe, dass wir uns, als ich nicht mehr Vollzeit arbeiten ging, einen Hund anschafften. Nachdem dieser im Alter von 15 Jahren gestorben ist, wollten wir erst mal keinen neuen mehr. 

Nach einiger Zeit schaute ich mir interessehalber die verschiedenen Tierschutzseiten an, las über die Praktiken im Süden, sah all die Hunde, die so sehr ein eigenes Zuhause suchten und ganz schnell stand fest, dass wir wenigstens einen dieser liebenswerten Südländer zu uns nehmen wollten. 

Die Bardinohündin Laica aus Teneriffa hatte es uns angetan, sie kam im Dezember 2003 zu uns. Anfangs war sie noch etwas ängstlich, doch dafür liebte sie jeden anderen Hund. 

Da Laica so unkompliziert war, entschlossen wir uns dazu bei einem Verein als Pflegestelle mitzuhelfen. Ich wollte einen Verein unterstützen, bei dem nicht die Quantität der Vermittlung im Vordergrund steht, sondern wo mit fundiertem Wissen Tierschutz mit Herz und Verstand betrieben wird. Nach einigem Suchen hatte ich den Weg zu TOZ gefunden. Der erste Pflegehund zog am 28.02.05 bei uns ein, den Bericht lesen Sie hier, und auf diesem Weg bin ich nun hier gelandet. 

Zu mir gehören mein Mann (auf dessen Unterstützung ich mich immer verlassen kann), unser Sohn, SH-Mix-Hündin Wendy und Kater Felix.

Laica hat uns leider im Nov. 2005 im Alter von nur 3 Jahren für immer verlassen.


 

gemeinsame Probleme verbinden .....

Im Februar 2004 zog Maggie, ein Boxermischling aus dem Tierschutz von den Kanaren, bei uns ein. Sie war von Anfang ein liebenswerter Chaot, der sich nur schlecht konzentrieren konnte und Krankheiten und Verletzungen wie ein Magnet anzog. Im Alter von 2 Jahren stellte sich heraus, dass sie an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet und so wurden im Nachhinein auch manche ihrer Verhaltensweisen erklärbar. Trotz guter medikamentöser Einstellung blieb sie jedoch häufig kränklich und schlapp, so dass ich mich im Leishmaniose-Forum anmeldete, um noch einmal das Thema Mittelmeerkrankheiten bei Maggie anzugehen.

In diesem Forum lernte ich Claudia kennen, die dort einen Erfahrungsbericht über ihren ebenfalls schilddrüsenkranken Dauerpflegehund Sam veröffentlicht hatte. Wir stellten viele Parallelen zwischen Maggie und Sam fest und es hat einfach geholfen sich mit ebenfalls Betroffenen auszutauschen.

Da ich der Meinung bin, dass gerade auch Hunde mit Schilddrüsenunterfunktion im Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten, häufig zu Tieren ohne Zukunft gemacht werden, habe ich mich entschlossen aktives Vereinsmitglied zu werden. Vielleicht kann ich mit meinem Wissen als Biologin und meiner Erfahrung im Zusammenleben mit einem schilddrüsenkranken Hund, anderen Hundehaltern helfen, die Krankheit besser zu verstehen und einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass diese Hunde, Hunde mit Zukunft werden.