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Staupe
Die Hundestaupe ist eine gefürchtete, häufig
tödlich endende virale Infektionskrankheit und kommt weltweit vor.
Das Staupevirus gehört zur Familie der
Paramyxoviren, wie auch der menschliche Mumpsvirus, die in der Lage
sind, Blutzellen zu verklumpen.
Die Übertragung findet sowohl direkt von
Tier zu Tier, als auch seltener indirekt durch kontaminierte Gegenstände
statt.
In der Umwelt befindliche Viren können nur
für kurze Zeit überleben, sie werden schnell von UV-Strahlung und
pH-Wert des Untergrundes inaktiviert.
Inkubationszeit: 3-6 Tage
Krankheitsverlauf:
8 Tage nach der Infektion sind
die Ausscheidungen des Tieres ansteckend.
Es werden 4 verschiedene Stufen der Staupe
beobachtet:
1) Staupe mit Erkrankung des
Magen-Darm-Trakts (gastrointestinale Form):
Sie geht einher mit Verdauungsstörungen, wie beispielsweise Erbrechen
und schleimig wässrigem Durchfall. Es kann durch den heftigen Durchfall
schnell zu einer Austrocknung des Tieres kommen, was mit Schwäche,
Flüssigkeits- und Elektrolytverlust Hand in Hand geht.
2) Staupe mit Erkrankung der Atemwege (respiratorische Form):
Eitriger Nasenausfluss mit Verkrustungen um die Nasenöffnungen und
Augen, erschwerte Atmung. Trockener Husten wird anschließend von einem
sehr starken Husten mit eitrig bis blutigem Auswurf abgelöst, die durch
eine bakterielle Besiedlung der geschwächten Schleimhäute entsteht. Die
Schleimhäute können den Keimen so keinen Widerstand mehr bieten und es
kommt zur Lungenentzündung. In der Endphase bricht der Kreislauf
zusammen und der Tod tritt ein. (Es können zudem noch Augeninfektionen
mit Binde- und Hornhautentzündungen, daras entstehende Lichtscheu bis
hin zur Erblindung entstehen.)
3) Nervöse Staupe:
Das Virus versucht das Gehirn des erkrankten Tieres zu erreichen. Ist
das Tier bis dahin nicht bereits an den vorausgegangenen Symptomen der
Staupe gestorben, kann es zwischenzeitlich zu einer kurzfristigen
Besserung der Erkrankung kommen und später wieder aufflammen. Ansonsten
schließt sich direkt eine Entzündung des Gehirns und der Nerven an.
Führt dies nicht zum Tode, kann daraus eine Epilepsie, nervöse Ticks,
oder auch eine Lähmung entstehen. In seltenen Fällen erreicht das Virus
das ZNS (=Zentralnervensystem) ohne vorher eine gastrointestinale oder
respiratorische Form gezeigt zu haben.
4) Hard Pad Disease (Hartballen-Krankheit):
Eine selten auftretende Staupeform , die sich etwa 14 Tage nach der
Magendarmerkrankung anschließt: Es bildet sich eine Hyperkeratose des
Nasenspiegels und der Zehenballen. Die Hornhaut wird brüchig, weist
tiefe Furchen und Risse auf. Treten bei dieser Stufe zusätzlich nervöse
Symptome auf, hat diese Verlaufsform der Staupe eine hohe Sterblichkeit.
Zu den Spätfolgen einer früheren, überlebten
Staupeerkrankung gehören Schäden am Verdauungsapparat, des Herzens und
der Lunge, den Augen (wie Hornhautschädigungen und vollständiges
Erblinden), nervöse Ticks und Anfallsleiden, Hyperkeratose sowie
Zahnschmelzdefekte (wenn der Zahnwechsel noch nicht abgeschlossen war).
Diagnose:
Durch den Tierarzt!!!
Die Diagnose kann durch die unklaren Anzeichen der Krankheit
erschwert werden. Abstriche der Schleimhaut der Augen, des
Geschlechtsapparates und der Maulschleimhaut liefern dann den Beweis
für eine Staupeinfektion, wenn Blutuntersuchungen nicht klar
auszuwerten sind (z. B. kürzlich stattgefundene Impfung).
Therapie:
Keine spezifische Behandlung möglich, lediglich symptomatische Therapie
durch Dauerinfusion, Antibiose etc.
In einer frühen Phase der Erkrankung können
Interferone mit vorgefertigten Abwehrstoffen hilfreich sein, jedoch ohne
Erfolgsgarantie.
Prophylaxe: Es gibt
eine Impfung gegen die Staupe. Die Grundimmunisierung erfolgt im Alter
von 8., 12. und 15. Lebenswoche, die Auffrischung der Impfung erfolgt
dann im jährlichen Abstand.
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Zusammenhang mit dem Thema "Haustier-Impfungen"! Wir möchten Ihnen
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