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Parvovirose Die Parvovirose ist eine hochgradig ansteckenden Viruserkrankung, die das Abwehrsystem und vorzugsweise junge oder geschwächte Tiere befällt. Es können auch geimpfte Tiere mit geschwächtem Immunsystem erkranken. Parvoviren sind in der Umwelt extrem resistent und können bis zu einem halben Jahr überleben und infektiös bleiben. Nur spezielle Desinfektionsmittel können den widerstandsfähigen Erreger abtöten. Die Übertragung kann direkt von Tier zu Tier oder auch indirekt über den Kot oder andere Körperflüssigkeiten eines erkrankten Tieres stattfinden. Inkubationszeit: 2-3 Tage Krankheitsverlauf: Nach 4-7 Tagen treten die ersten klinischen Symptome auf. Der perakute Verlauf führt innerhalb von 24 Stunden zum Tod des Tieres. Dies ist vor allem bei Welpen der Fall, denen Abwehrstoffe der Mutter fehlen. Dabei greift das Virus den Herzmuskel an und verursacht eine Entzündung. Diese wiederum führt zur Ansammlung von Wasser in den Lungen und zu Herzversagen. Beim akuten Verlauf steht eine sehr heftige Entzündung des Dünndarms im Vordergrund. Der Kot wird flüssig bis hin zu extremen Blutbeimengungen und kann ausgeschiedene Fetzen der Darmschleimhaut enthalten. Der Geruch ist äußerst unangenehm und steht typischerweise für Parvo. Die erkrankten Tiere zeigen als Symptome Abgeschlagenheit, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Austrocknungserscheinungen, hinzu kommen Fieber bis über 41 Grad Celsius, Erbrechen und eine Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen). Es gibt Tiere, die die Krankheit überleben. Nach 12 bis 25 Tagen gehen die Krankheitsanzeichen zurück. Diagnose: Blutuntersuchungen können hierbei lediglich einen Hinweis auf den Zustand des Patienten geben, was z. B. Flüssigkeits-, Eiweiss- und Elektrolytverlust angeht.
Therapie: Da es sich um eine virale Infektion handel ist die Möglichkeit einer spezifischen Behandlung nicht möglich. Die Behandlung besteht vor allem in der Bekämpfung der Symptome und die passive Impfung mit vorgefertigten Antikörpern; hierbei stehen Interferone an erster Stelle. Zudem wird mit einer Antibiose versucht die Folgeinfektionen in Schach zu halten. Den Flüssigkeits- und Nährstoffverlust bekämpft man mit Infusionen, was ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Behandlung ist. Prophylaxe: Es gibt eine Impfung gegen die Parvovirose. Die Grundimmunisierung erfolgt im Alter von 6., 8., 12. und 15. Lebenswoche (also viermalig), die Auffrischung der Impfung erfolgt dann im jährlichen Abstand. Bitte beachten Sie den folgenden Link im Zusammenhang mit dem Thema "Haustier-Impfungen"! Wir möchten Ihnen anhand verschiedener Informationsquellen die Gelegenheit geben, den richtigen Weg im Umgang mit der Vielzahl an unterschiedlichen Impfungen, die für unsere Haustiere erhältlich sind, für sich und Ihr Haustier zu finden (klicken Sie auf den folgenden Schriftzug)! Copyright © 2001-2006 M. Metz |
