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Leishmanien sind Einzeller, die sich
vor allem in den Blut und Lymphzellen (Retikulozyten) vermehren. L.
donovani gilt als Erreger der viszeralen Leishmaniose (viszeral = die
Eingeweise betreffend), während L. tropica sich für die kutane
Leishmaniose (Hautleishmaniose) verantwortlich zeichnet. Gemäß ihrer
äußeren Form und Struktur sind beide Arten nicht zu unterscheiden. Die
Verbreitung erstreckt sich auf tropische und subtropische Gebiete
einschließlich der Mittelmeerländer. Phlebotomen sind Überträger der
Erreger.
Inkubationszeit: mehrere Wochen bis
Monate
Krankheitsverlauf:
Diagnose: Wir lassen unsere Hunde bei dem Verein Parasitus Ex testen und empfehlen dies auch unseren Hundehaltern, wenn sie ihren Schützling nach 6 Monaten Aufenthalt in Deutschland zur Kontrolle nachtesten lassen - bitte informieren Sie sich hierüber weiter, indem Sie auf das nachfolgende Banner klicken:
Therapie:
Glucantime, Pentostam, Levamisol, Allopurinol
Prophylaxe: Bitte bedenken Sie, dass die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" nicht nur bei Hunden aus dem Ausland vorkommen, sondern auch IHR evtl. bereits vorhandener Hund sich UNGESCHÜTZT auf Reisen (oder auch in Deutschland, falls die Krankheit dort bereits Einzug gehalten hat!) infizieren kann - sorgen Sie aus diesem Grund vor! SCALIBOR-Halsband oder Shampoo von der Fa. Intervet Spot-On-Präparate: ExSpot oder Advantix Ansteckungsgefahr und Übertragbarkeit: Ein paar Sätze nun noch zur Übertragbarkeit der Leishmaniose, denn es gehen die wildesten Gerüchte diesbezüglich durch das Internet. Dort ist die Sprache von Übertragbarkeit durch Hundebisse, Übertragbarkeit durch Blut, Einschleppen von Seuchen nach Deutschland etc. pp.: Die Leishmaniose ist eine Krankheit, die sowohl Menschen als auch Tiere (nicht nur Hunde!) befällt. Zur Übertragung ist lt. derzeitigem wissenschaftlichen Stand die SANDMÜCKE unabdingbar nötig, was wiederum heißt, dass sich der Mensch nicht am Hund und umgekehrt anstecken kann – es besteht ein winzig-kleines Restrisiko wenn ein Leishmaniose-Hund offene Ekzeme hat (in deren Wundsekret – ABER NICHT IM BLUT! – können sich Leishmanien befinden) und das Wundsekret somit THEORETISCH infektiös ist und dieses DIREKT in das Blut oder eine offene Wunde des Menschen oder anderer Tiere gelangt. Bisher gibt es KEINEN EINZIGEN nachgewiesenen Fall einer solchen Übertragung. Selbstverständlich wird man aber - wie es auch bei einem gesunden Hund selbstverständlich sein sollte - wenn dieser offene Wunden hat, als Mensch die größtmögliche Hygiene walten lassen! Unter diesen Voraussetzungen tendiert die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung GEGEN NULL!!! An der Luft können Leishmanien nicht überleben. Sollte also Wundsekret vom Hund an Möbel gelangen oder den Boden verunreinigen, ist die Infektionsgefahr spätestens dann gebannt, wenn das Sekret angetrocknet ist. Bei Kontakt mit frischem Blut des Hundes besteht kein Infektionsrisiko, da im frischen Blut seltenst Leishmanien enthalten sind. Lediglich bei HIV-infizierten Menschen, die gleichzeitig Leishmaniose haben, ist bisher der Nachweis von Leishmanien im Blut gelungen. Auch durch Hundebisse kann Leishmaniose nicht übertragen werden, da sich im Speichel keine Leishmanien befinden. Kot, Urin und andere Körperausscheidungen enthalten ebenfalls keine Leishmanien, eine Übertragung ist also dadurch nicht möglich. Ebenso wenig durch die „Luft“ oder die so genannte „Tröpfcheninfektion“. Theoretisch wäre eine Übertragung beim Deckakt denkbar, dazu liegen allerdings derzeit keine Untersuchungen vor. Eine Übertragung durch die Plazenta im Mutterleib der tragenden Hündin ist bekannt, diese erfolgt jedoch nicht immer. In einem Wurf einer infizierten Hündin kann es infizierte und auch nicht infizierte Welpen geben. Manche Welpen weisen einen Antikörpertiter auf, ohne dabei jedoch selbst infiziert zu sein. Der Titer geht in solchen Fällen innerhalb des ersten Lebensjahres zurück. Aber wie bereits oben beschrieben: Direkte Übertragungen von Tier zu Tier oder Tier zu Mensch wurden bisher nicht nachgewiesen, eine Panikmache oder Angst vor infizierten Hunden ist also völlig fehl am Platze! Selbstredend stehen wir Ihnen auch nach Übernahme eines Hundes - der positiv getestet wurde oder auch gesund ist und später trotz allem einen Titer aufweist - jederzeit mit Rat und Tat zur Seite! Weitere Informationen finden Sie, wenn Sie diesen Links folgen: Sehr empfehlenswert ist auch nachfolgendes Forum, in welchem nicht nur betroffene Hundehalter Rat und Hilfe finden, sondern sich auch Interessierte informieren können (Lesen und Schreiben ist für jeden Besucher im Gästebereich möglich, Zugriff auf den Mitgliederbereich erhält man durch einen kurzen KOSTENLOSEN Registrierungsvorgang)! Copyright © 2001-2006 M. Metz |
