Katzenseuche (Panleukopenie)

Die durch ein Parvovirus hervorgerufene Erkrankung wird auch als Katzenseuche oder Panleukopenie bezeichnet. Besonders schwer erkranken junge Katzen aber auch ältere Tiere mit geschwächtem Immunsystem.
Bei kranken Katzen ist das Virus in allen Körperausscheidungen. Der Erreger ist in der Umwelt sehr lange lebensfähig. Deshalb ist eine Übertragung nicht nur durch den Kontakt von Katze zu Katze, sondern auch indirekt über gemeinsam benutzte Ess- und Trinknäpfe und über andere Einrichtungsgegenstände möglich. Auch der Mensch kann das Virus an Kleidern oder Schuhen von draußen hereintragen und auch ausschließlich in der Wohnung lebende Katzen anstecken. Das Virus wird über den Mund aufgenommen und befällt dann verschiedene Organe. Besonders schwer wird die Schleimhaut des Darms zerstört.

Überlebende Patienten können als Dauerausscheider den Virus mit Kot und Urin noch viele Monate lang auscheiden. In der Umwelt bleibt der Virus bei Raumtemperatur bis zu einem Jahr infektiös. Viele Desinfektionsmittel sind wirkungslos.

Inkubationszeit: 4 bis 6 Tage

Krankheitsverlauf: Das erkrankte Tier bekommt hohes Fieber, ist sehr geschwächt, hat keinen Appetit und muss häufig erbrechen. Ein bis zwei Tage später kommt schwerer, anfangs wässriger und darauf häufig blutiger Durchfall hinzu.
Durch den starken Flüssigkeitsverlust trocknen die Katzen sehr schnell aus, werden teilnahmslos, ihre Augen fallen ein und die Nickhaut fällt vor.

Die Sterblichkeit liegt zwischen 25 und 75%, abhängig von der Aggressivität des Virusstammes und dem Alter des Patienten. Welpen können sich schon im Mutterleib anstecken, das Virus greift ihr Kleinhirn an; massive Bewegungsstörungen sind das Resultat.

Diagnose: Durch den Tierarzt!!!

Das Blutbild zeigt einen Mangel an weißen Blutzellen (Leukozyten), die der Erkrankung ihren wissenschaftlichen Namen gab.

In schweren Fällen ist eine Diagnose bereits durch bloße Inaugenscheinnahme möglich. 

Therapie: Zur Behandlung der Katzenseuche stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Serum, Transfusionen sowie Antibiotika gegen Folgeinfektionen stehen dabei im Vordergrund. Auch die Homöopathie kennt ein ausgezeichnetes Mittel. In vielen Fällen kommt aber tierärztliche Hilfe einfach zu spät. Im Extremfall ist die Katze schon wenige Stunden nach Beginn der Symptome tot.

Prophylaxe:  Es gibt eine Impfung gegen die Panleukopenie.

Wenngleich die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion darstellt, ist sie die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen diese Infektion. Geimpfte Katzen erkranken weit seltener und weniger heftig als nicht geimpfte Tiere.

Die erste Impfung kann schon mit 9 Wochen erfolgen, die Wiederholung nach 3 Wochen. Eine jährliche Folgeimpfung wird von den Impfstoffherstellern empfohlen. 

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