
Ich, Muckel oder: der Erfahrungsbericht eines alten Hundes
mit freundlicher Genehmigung von Meike Schmidt
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Mein Name ist Muckel, ok, eigentlich Benny, aber so werde ich nur gerufen, wenn ich Mist gebaut habe.
Ich habe die ersten 10 Jahre meines Lebens in Asbach bei einer ganz
tollen Familie verbracht. Mir ging es richtig gut, was man auch an
meiner Figur sah. Wie sagte Obelix immer, wenn man ihn als zu dick
bezeichnete: “ ich bin vollschlank und das sind alles
Muskeln!”
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Im Laufe der Jahre musste ich so manche familiäre Tragödie
begleiten und habe immer versucht meiner Familie Kraft zu geben, doch
irgendwann schaffte es mein Frauchen nicht mehr, sich so um mich zu
kümmern, wie sie es gerne getan hätte und hat sich deshalb an
Tiere ohne Zukunft (ToZ) gewendet, um eine neue Familie für mich
zu finden.
Frau Brabender hat dann ein Fotoshooting mit mir gemacht, und wirklich
schmeichelhafte Bilder dann von mir mit einem ganz lieben Text im
Internet eingestellt. Es war eine neue Erfahrung einen 10 Jahre alten
Hund vermitteln zu wollen und leichte Bedenken hatte sie wohl auch, ob
das klappt.
Aber welch Überraschung: Schon nach ganz kurzer Zeit meldete sich
eine Frau aus Kreuztal und wollte mich kennenlernen. Schnell war ein
Termin gefunden und die Frau kam mit ihrem Mann nach Asbach.
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Der 1. Kontakt
Es klingelt, Frau Brabender, mein Frauchen und ihre Schwester sind da,
wer kommt denn jetzt noch?! Ich laufe zur Tür, die Tür wird
geöffnet und es stehen 2 Leute vor der Tür, die ich gar nicht
kenne! Mmmmmh, die Frau sieht ja echt sympathisch aus, da geh ich mal
hin. Nett! Und der Kerl?, naja ein bisschen groß, aber auch gar
nicht übel. Die beiden kommen rein und Frau Brabender, meine
Familie und die beiden beschnuppern sich. Ich glaub, ich setz mich mal
zu der neuen Frau. Stunden später fahren die beiden wieder, aber
es ist wohl eine Entscheidung gefallen!
Zwei Tage später kommt die Frau in Begleitung einer älteren
Dame, die die gleiche Haarfarbe hat wie ich, wieder. Alle meine
Spielzeuge, all mein Essen, Decken und vieles mehr packt mein Frauchen
zusammen und gibt es der neuen Frau und dann steige ich in deren Auto
und wir fahren ganz weit weg nach Kreuztal.
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Das neue Zuhause und wie ich mich verändere
In Kreuztal angekommen wird alles ausgeladen und über insgesamt 3
Stockwerke verteilt. Die untere Etage bewohnt die Oma, die beiden
anderen Meike und Christoph.
Das ist verdammt hart! Ich bin fast doppelt so schwer, wie ich sein
sollte und da sind überall Treppen. Die ersten Tage bin ich total
geschafft von der vielen Bewegung und ich befürchte, die Leute
sind hier recht sportlich und wollen mir beim abnehmen helfen. Jeden
Tag laufen Oma, Meike oder Christoph mindestens 2 mal eher 3 mal mit
mir. Das Haus habe ich in Besitz genommen, und da überall die
Türen offen sind kann ich zu jeder Zeit dahingehen, wo ich gerade
sein will.
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Das ist jetzt 10 Monate her, ich fühle mich richtig wohl,
irgendwer hat immer für mich Zeit. Die 3 haben mich richtig lieb
und es ist, als wäre es nie anders gewesen. Ich bin inzwischen fit
wie ein Turnschuh, hab ja auch 12 Kilogramm abgenommen, und wenn die
Oma mal schwächelt, dann ziehe ich sie eben den Hang hoch. |

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Freunde, habt keine Angst vor Veränderungen, auch wenn ihr schon
älter seid. Es gibt immer wieder ein neues schönes Zuhause.

Euer Muckel |
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