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Dirofilariose (Herzwurm)
Dirofilaria immitis (Herzwurm) ist ein
Parasit der sich vorwiegend in der rechten Herzkammer und in den von dort
zur Lunge führenden Arterien ansiedelt. Herzwürmer kommen in allen
tropischen und subtropischen Gebieten, einschließlich der
Mittelmeerländern vor. Für die Übertragung werden bis zu 70 Arten von
Stechmücken verantwortlich gemacht.
Inkubationszeit: Wochen bis Monate.
Ein Nachweis kann frühestens 6 Monate nach erfolgter Infektion vorgenommen
werden.
Krankheitsverlauf:
Diagnose:
Der (Antigen-) Nachweis adulter Herzwürmer
wird mittels Serum über einen ELISA-Test durchgeführt. Der Test ist
allerdings erst 4-6 Monate nach Infektion aussagekräftig.
Der mikroskopische Nachweis der Mikrofilarien
ist über einen Blutausstrich möglich. Die Blutentnahme sollte in den
Morgen- oder Abendstunden vorgenommen werden, da sich die Mikrofilarien
dann in den Blutgefäßen dicht unter der Haut befinden. Bewegliche
Mikrofilarien sind sichtbar.
Mit venösem Blut ist der Nachweis mittels
Knott-Test möglich: Ein Tropfen EDTA-Blut wird mit 9ml 2% Formaldehyd
gemischt, zentrifugiert, Färbung des Sediments mit Methylenblau – im
Niederschlag sind Mikrofilarien mikroskopisch nachweisbar. ABER: Bei ca ¼
der Hunde findet man keine Mikrofilarien, deshalb spricht man hier auch
von okkulter Dirofilariose. Wir lassen unsere Hunde bei dem Verein Parasitus Ex testen und empfehlen dies auch unseren Hundehaltern, wenn sie ihren Schützling nach 6 Monaten Aufenthalt in Deutschland zur Kontrolle nachtesten lassen - bitte informieren Sie sich hierüber weiter, indem Sie auf das nachfolgende Banner klicken:
Therapie:
Carpasolate (Arsenverbindung),
Immiticide (Melarsamin) bei Makrofilarien; Ivermectin,
Selamectin bei Mikrofilarien
Es kann infolge der massiven
Fremdeiweißbelastung zu einer anaphylaktischen Reaktion kommen, deshalb
sollte die Therapie mit Antihistaminika und evtl. Prednisolon vorbereite
und begleitet werden! Prophylaxe: Bitte bedenken Sie, dass die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" nicht nur bei Hunden aus dem Ausland vorkommen, sondern auch IHR bereits vorhandener Hund sich UNGESCHÜTZT auf Reisen infizieren kann - sorgen Sie aus diesem Grund vor!
In endemischen Gebieten sollte eine
Chemoprophylaxe betrieben werden. Selbstredend stehen wir Ihnen auch nach Übernahme eines Hundes - der positiv getestet wurde oder auch gesund ist und später positiv getestet wird - jederzeit mit Rat und Tat zur Seite! Weitere Informationen finden Sie, wenn Sie diesen Links folgen: Sehr empfehlenswert ist auch nachfolgendes Forum, in welchem nicht nur betroffene Hundehalter Rat und Hilfe finden, sondern sich auch Interessierte informieren können (Lesen und Schreiben ist für jeden Besucher im Gästebereich möglich, Zugriff auf den Mitgliederbereich erhält man durch einen kurzen KOSTENLOSEN Registrierungsvorgang)! Das Forum beschränkt sich nicht nur auf Leishmaniose, obwohl der Name etwas "irreführend" diesbezüglich ist! Copyright © 2001-2006 M. Metz |
