Babesiose (Piroplasmose)

Bei Babesia Canis handelt es sich um Einzeller, die in den roten Blutkörperchen des Tieres leben. Sie treten weltweit, in tropischen und subtropischen Gebieten auf – z. B. im Mittelmeerraum, aber auch in Ungarn. Neueste Untersuchungen haben auch in Deutschland und Luxemburg endemische Gebiete nachgewiesen.    Überträger sind verschiedene Zeckenarten: Vor allem Dermacentor reticulatus und seltener die braune Hundezecke Rhipicephalus sanguineus.

Inkubationszeit: 10 Tage bis 3 Wochen

Krankheitsverlauf: Der Krankheitsverlauf ist individuell und äußerst variabel. Ein akuter Verlauf kann gekennzeichnet sein von schlechtem Allgemeinbefinden, hohem Fieber (bis 42°C), Mattigkeit, Schwäche, Apathie, blasse bis gelbliche Schleimhäute, rot- oder grünbraun verfärbter Harn, Milzvergrößerung, Anämie (Blutarmut) und Nierenversagen. Besonders bei jungen Hunden mit massiver Infektion kann es aufgrund von auftretenden Gerinnungsstörungen zu einem per-akutem Verlauf mit plötzlichen Todesfällen kommen. Bei einem chronischen Verlauf stellen wechselndes Fieber und Verlust an Kondition die Hauptsymptome dar. Eine untypische Verlaufsform wird gekennzeichnet durch Störungen des Zentralnervensystems, Bewegungsstörungen,  Lähmungen, Krampfanfälle, Verdauungsbeschwerden.

Diagnose: Durch den Tierarzt!!! Die Babesien sind in den roten Blutkörperchen nachweisbar.  Der Nachweis erfolgt im Blutausstrich (Giemsa-gefärbt).   Serologisch kann durch den Nachweis von Antikörpern mittels eines indirekten Immunfluoreszens-Tests eine Infektion festgestellt werden.

Wir lassen unsere Hunde bei dem Verein Parasitus Ex testen und empfehlen dies auch unseren Hundehaltern, wenn sie ihren Schützling nach 6 Monaten Aufenthalt in Deutschland zur Kontrolle nachtesten lassen - bitte informieren Sie sich hierüber weiter, indem Sie auf das nachfolgende Banner klicken:

Therapie: Imizol, Carbesia (= Imidiocarb-diproprionat)

Prophylaxe:  

Bitte bedenken Sie, dass die so genannten "Mittelmeerkrankheiten" nicht nur bei Hunden aus dem Ausland vorkommen, sondern auch IHR evtl. bereits vorhandener Hund sich UNGESCHÜTZT auf Reisen (oder auch in Deutschland, falls die Krankheit dort bereits Einzug gehalten hat!) infizieren kann - sorgen Sie aus diesem Grund vor!

Ein wirksamer Zeckenschutz durch Parasitenhalsband (z. B. Kiltix, Scalibor) oder Spot-On-Präparaten (z. B. Exspot, Advantix, Frontline, – auch als Spray erhältlich) ist in endemischen Gebieten unerlässlich. Zusätzlich sollte der Hund nach jedem Spaziergang sorgfältig abgesucht und Zecken sofort entfernt werden.

Eine Impfung (inaktive Vakzine) mit Pirodog ist nur in endemischen Gebieten empfehlenswert. Der Impfschutz ist nicht absolut, der Impfstoff sehr teuer (in Deutschland nicht zugelassen)

Alternativ kann Imizol/Carbesia prophylaktisch verabreicht werden, in einer Dosierung von 2,4mg/kg KG s.c., einmalig gegeben schützt die Injektion den Hund ca. 4 Wochen vor einer Infektion.

Selbstredend stehen wir Ihnen auch nach Übernahme eines Hundes - der positiv getestet wurde oder auch gesund ist und später positiv getestet wird - jederzeit mit Rat und Tat zur Seite!

Weitere Informationen finden Sie, wenn Sie diesen Links folgen:

Sehr empfehlenswert ist auch nachfolgendes Forum, in welchem nicht nur betroffene Hundehalter Rat und Hilfe finden, sondern sich auch Interessierte informieren können (Lesen und Schreiben ist für jeden Besucher im Gästebereich möglich, Zugriff auf den Mitgliederbereich erhält man durch einen kurzen KOSTENLOSEN Registrierungsvorgang)! Das Forum beschränkt sich nicht nur auf Leishmaniose, obwohl der Name etwas "irreführend" diesbezüglich ist!

Copyright © 2001-2006 M. Metz

 
 
zurück zum Info-Bereich