Seit seiner Geburt lebt Pedro
zusammen mit seinem Bruder Pablo in unserem spanischen
Partner-Tierheim in den Bergen der Sierra Nevada. Es ist ein
armseliges Leben, das die beiden Brüder führen, ohne jegliche
Bequemlichkeit, ohne viel menschlichen Kontakt und Zuwendung.
Untergebracht in einem kleinen Gehege, dessen Boden sich bei
Regenwetter in eine Schlammpfütze verwandelt, sind das karge
Holz-Liegebrett und die armselige Hütte schon Luxus. Das tägliche
Fressen und der Kampf ums Überleben bestimmen den langweiligen
Tagesablauf. Auslauf gibt es nicht und so sind der Himmel, die
Gitterstäbe, die Hunde nebenan oder die vorbeifahrenden Autos der
nahen Straße der einzige gewohnte Anblick.
Ist es bei diesem Leben und dem mangelhaften Sozialkontakt zu
Menschen ein Wunder, dass Pedro und Pablo uns Zweibeinern
gegenüber sehr scheu sind? Die beiden tun uns bitterlich leid,
denn in der richtigen Familie und mit dem nötigen
Fingerspitzengefühl könnten die beiden sich ganz bestimmt zu
tollen Hunden entwickeln.
Ein Hund für jedermann ist Pedro
allerdings nicht. Aufgrund seiner Scheu sollten seine neuen
Besitzer sehr viel Hunde Erfahrung, Geduld und keine Kinder haben.
Sie sollten anfangs nicht zu viel von ihrem neuen Schützling
erwarten, sondern ihn einfach ruhig und liebevoll behandeln. Auf
diese Weise wird Pedro Vertrauen fassen und ganz langsam, Schritt
für Schritt feststellen, wie toll sein neues Leben ist und was er
bisher alles verpasst hat.
Natürlich muss Pedro noch alles
von Anfang an lernen - vom "An-der-Leine-gehen" bis hin
zu den einfachsten Grundkommandos. Kommen diese "Angsthunde" in
die richtigen Hände, haben wir jedoch die Erfahrung gemacht, dass
diese Tiere meist besonders anhänglich und dankbar werden.
Wer möchte diese - zugegeben
sicherlich nicht ganz einfache - Aufgabe übernehmen und Pedro aus
seinem armseligen Leben in Spanien befreien?
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